Sediment-Wasser-Lumbriculus-Toxizitätstest mit aufgestocktem Sediment (OECD TG 225)
Der Sediment-Wasser-Lumbriculus-Toxizitätstest mit aufgestocktem Sediment gemäß OECD TG 225 wurde entwickelt, um die Auswirkungen von Substanzen auf sedimentbewohnende aquatische Oligochaeten, insbesondere Lumbriculus variegatus, zu bewerten. Diese Art wird aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung und ihrer Empfindlichkeit gegenüber sedimentgebundenen Schadstoffen häufig als repräsentativer benthischer Organismus verwendet.
Bei dieser Studie wird die Testsubstanz direkt in das Sediment eingebracht, um ein definiertes Expositionsszenario zu schaffen. Lumbriculus variegatus-Individuen werden dann eingebracht und unter kontrollierten Laborbedingungen exponiert, normalerweise über einen Zeitraum von 28 Tagen.
Zu den wichtigsten Endpunkten gehören das Überleben, die Veränderung der Biomasse und die Reproduktion, die häufig anhand der Anzahl der durch ungeschlechtliche Fortpflanzung erzeugten Fragmente bewertet wird. Diese Parameter werden zur Erstellung von Konzentrations-Wirkungs-Beziehungen und zur Ableitung chronischer Toxizitätsendpunkte wie der No Observed Effect Concentration (NOEC) und der Lowest Observed Effect Concentration (LOEC) verwendet.
Dieser Test liefert wichtige Informationen über die potenziellen Auswirkungen von Chemikalien auf benthische Organismen und die Sedimentqualität und trägt damit zu einer umfassenden Umweltrisikobewertung von Substanzen in der aquatischen Umwelt bei.



