Akuter Fischembryo-Toxizitätstest (FET) (OECD TG 236)
Der Fish Embryo Acute Toxicity (FET) Test gemäß OECD TG 236 ist ein alternativer Test zur Bewertung der akuten Toxizität von Chemikalien auf frühe Entwicklungsstadien von Fischen, typischerweise Zebrafisch(Danio rerio) Embryonen. Dieser Test liefert schnelle, ethisch verfeinerte Informationen über die akute Toxizität, ohne dass voll entwickelte Fische verwendet werden müssen.
In der Studie werden befruchtete Fischembryonen unter kontrollierten Laborbedingungen bis zu 96 Stunden nach der Befruchtung einer Reihe von Testsubstanzkonzentrationen ausgesetzt. Zu den wichtigsten bewerteten Endpunkten gehören die Blutgerinnung, das Ausbleiben der Somitenbildung, die Nichtablösung des Schwanzes und das Ausbleiben des Herzschlags, was auf tödliche Auswirkungen während der frühen Entwicklung hindeutet.
Das primäre Ergebnis ist die Bestimmung der Konzentrations-Wirkungs-Beziehungen und der medianen letalen Konzentration (LC₅₀), die die Konzentration darstellt, die bei 50 % der Embryonen zur Mortalität führt. Subletale Entwicklungsanomalien können ebenfalls als unterstützende Information erfasst werden.
Dieser Test wird häufig für die Identifizierung akuter Gefahren und die Bewertung des Umweltrisikos von Chemikalien verwendet und bietet eine schnelle und zuverlässige Alternative zu den herkömmlichen Tests auf akute Fischtoxizität.



